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Zum Gedenken an Hans Morr

Harfenburg

Die Harfenburg ist eine abgegangene hochmittelalterliche Klein-Spornburg nördlich von Heddesbach im Rhein-Neckar-Kreis im Nordwesten Baden-Württembergs.

 

Lage

Die Burgstelle liegt in 295 Metern Höhe auf einem Sporn des Schloßbuckels im Odenwald über dem Tal des Laxbachs. Vom etwa einen Kilometer südlich im Tal gelegenen Heddesbach führt ein Hohlweg zur Ruine. Der Zugang ist auch von Norden her problemlos möglich. Man parkt an dem Hirschbrunnen (Laufbrunnen), welcher in einer 180 Grad Kurve der Verbindungsstrasse Ulfenbachtal- Heiligkreuzsteinach (K26) liegt und läuft den linksseitigen Weg ins Tal hinab. Nach 800 Meter erreicht man linkerhand die Burgstelle.

 

Koordinaten

N49 29.322 E8 49.339

Lage der Burgstelle nördlich von Heddesbach

Geschichte

Nach der Harfenburg ist die Familie der Herren von Harfenberg benannt. Im Jahr 1200 wurde erstmals ein Bligger von Harpfenberg urkundlich erwähnt. Es gilt als sicher, dass er zur Familie der Steinacher gehörte. Zusammen mit der Burg Hundheim, bei Neckarhausen im Süden gelegen, gilt die Harfenburg als älteste Burganlage im südlichen Odenwald. Sie wurde vermutlich im 12. Jahrhundert angelegt und beherrschte als Stammsitz der Harfenberger die Dörfer Heddesbach, Brombach und Langenthal.

Rekonstruktionszeichnung der Burganlage von H. Wendt

Mit dem Niedergang der Harfenberger fiel die Burg um 1300 an die Kurpfalz, die sie 1314 an die Herren von Hirschhorn verpfändete. 1340 wurde Engelhard von Hirschhorn vom Pfalzgrafen aufgefordert, den von ihm der Burg zugefügten „großen Schaden“ zu beheben. Ob es dazu kam, ist nicht geklärt. Ab dem 15. Jahrhundert wird die Burg nur noch als Flurname erwähnt. Funde aus der archäologischen Grabung 1963/64 des Landesdenkmalamts datieren hauptsächlich auf das 13. Jahrhundert. Das im 20. Jahrhundert gestaltete Gemeindewappen von Heddesbach spielt mit der Harfe auf das alte Wappen der Harfenberger bzw. Steinacher an.

Heddesbacher Wappen
Plan der Burganlage nach einer Tafel des Naturpark Neckartal- Odenwald

Wasserversorgung

Da auf dem Gelände der kleinen Burg keine Quelle zutage tritt, muss es entweder einen Tiefbrunnen gegeben haben oder Wasser wurde von der höher liegenden Quelle (Hirschbrunnen) mitels Deuchelleitung der Burg zugeführt und dort gespeichert. Eine weitere, allerdings mühevolle Möglichkeit, wäre der Wassertransport vom Tal aus zur Burg hoch gewesen.

 

Erhaltungszustand

Von der Harfenburg haben sich übertägig sichtbar keine Mauern erhalten. Es ist anzunehmen, dass die Burg auch überwiegend aus Holz erbaut war. In den Gräben des inneren Grabens finden viele Sandsteine, welche ürsprünglich wohl im Untergeschoss des Turmes (ähnlich wie bei Burgschell) eingebaut waren.

Die künstliche Formung des Geländes zeichnet sich aber deutlich ab. Die heute baumbewachsene Kernburg hat einen Grundriss von etwa 30 mal 20 Metern. Zum Hang hin liegt darin ein Schutthügel eines Turms. Umgeben wird die Kernburg von einem Ringgraben. Zum Bergmassiv hin sichern zwei weitere Gräben den Zugang.

 

Erforschung

Im Jahr 1964 wurde durch das Denkmalamt eine Stichgrabung in der Anlage durchgeführt. Fundstücke wie Ziegel, Boden- und Ofenkacheln, Zierstücke befinden im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg.

 

Auf den nachfolgenden Bildern ist die Blickrichtung bei Aufahme durch den roten Pfeil in der kleinen Skizze im Bild oben dargestellt.

Wälle und Gräben des bergseitigen Vorwerks vom Turmhügel aus gesehen
In der Bildmitte die vom Ringgraben umschlossene Kernburg
Blick von Norden über die bergseitigen Gräben zum Turmhügel (in der Bildmitte)

Quelle: Wikipedia

Blick von Norden auf den vom Ringwall umgebenen Turmhügel
Blick vom Eingang in den Ringgraben, links die Kernburg, rechts schliesst die Vorburg an
Blick vom Turmhügel auf die Vorburg (unter Jungfichten, nicht sichtbar). Im Vordergrund Steinhaufen des Turms
Der vom Ringgraben umgebene Burghügel

Quelle

@ Homepage der Gemeinde Heddesbach

@ Wikipedia

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© Hans-Günther und Jürgen Morr