www.Morr-Siedelsbrunn.de
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Zum Gedenken an Hans Morr

Splitterschutzbunker

Am Hang überhalb einer Odenwaldgemeinde befindet sich dieser Splitterschutzbunker. Der zylindrische Bunker konnte 1-2 Personen aufnehmen und diese vor Beschuß aus der Luft und gegen Bomben- und Granatsplitter schützen.

Das Bauwerk hat Seltenheitswert und ist absolut schützenswert !

Das kleine Gebäude hat die Jahrzehnte nahezu ohne Beschädigung und Besprayungen überstanden. Damit dies auch weiterhin so bleibt wird dessen Standort ausnahmsweise nicht offen gelegt !

Bunker von der Talseite aus. Im Vordergrund das Entwässerungsrohr, welches eingedrungenes Wasser wieder nach aussen führte. Hier gut zu erkennen das Betonfundament, auf welches der kleine Bunker aufbetoniert wurde.

Die keine Anlage befindet sich in einem hervorragenden Zustand. Die Erbauungszeit liegt zweifelsfrei in der nationalsozialistischen Ära. Der zylindrische Bunker wurde auf einem runden, massiven Betonfundament mit vertikalen Brettern geschalt und vor Ort betoniert. Den oberen Abschluß bildet ein kegelförmiges Betondach, welches an der Spitze mit einem kegeligen Eisenhütchen endet.

Eine anbetonierte Schikane schütze den Zugangsbereich

Der bergseitige Zugang zu dem Bauwerk wurde durch einen bogenförmigen, vorbetonierten Anbau vor direktem Beschuß geschützt. Der Eingang ließ sich mit einer massiven Panzertür verschließen.

Blick auf die massive Panzertür
Die Tür konnte mit 2 Hebeln verriegelt werden

Vom Inneren des kleinen Bunkers aus konnte man durch 3 Sehschlitze das im Talgrund liegende Ort überblicken.

Im Inneren lassen Löcher und Vertiefungen unterhalb des mittleren Sehschlitzes Einbauten vermuten, welche heute nicht mehr vorhanden sind. Es könnte sich beispielsweise um ein Gestell zur Aufnahame eines Telefons und für die Ablage eines Fernglases handeln. In wie weit das Gebäude ans Stromnetz angeschlossen war, lässt sich heute nicht mehr sagen. Wenn dem so war könnte auch ein elektrischer Heizkörper vorhanden gewesen sein.

Innenraum: Vertiefungen im Beton lassen (heute nicht mehr) vorhandene Einbauten vermuten
Eiserne Platte mit Sehschlitz in Treppenscharte, von der Aussenseite gesehen

Zweck des kleinen Bauwerks war der vor Beschuß und Witterung geschützte Unterstand für einen   oder zwei Beobachter, welche den Luftraum über dem Tal zu überwachen hatten. Beim Anflug von feindlichen Flugzeugen hatte der Wachhabende unverzüglich seinen Auftraggeber zu informieren. Er selbst war bei einem Angriff weitestgehend vor feindlicher Waffeneinwirkung geschützt.

Seitenansicht des Splitterschutzbunkers. Rechts der den Eingang schützende Vorbau
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© Hans-Günther und Jürgen Morr