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Zum Gedenken an Hans Morr

Nr. 7 / Boing B17 "Fliegende Festung"

Ereignis

Absturz

 

Nationalität

USA

 

Flugzeugart

Schwerer 4-motoriger Bomber

 

Typ

Boing B-17 G40 VE

 

Seriennummer

42-97962

 

Missing Aircrew Report (MACR)

8607

 

Startbasis

Deenethorpe / Northhamptonshire / England

 

Verbandszugehörigkeit

401st Bomb Group, 612th Bomb Squadron

 

Nickname

Casey’s Strawberry Blonde

 

Einsatzgrund

Bombadierung der IG Farben in Ludwigshafen (heute BASF)

 

Besatzung

1Lt David Loughlin (Pilot, gefallen)

1Lt Edwin F. Sedlak (Bombenschütze, gefallen)

1Lt Chales F. Meredith (Copilot, gefallen)

1Lt Roger Bernard (Navigator, durch Fallschirmabsprung gerettet)

T/Sgt Oliver E. Livingston (Bordingenieur, durch Fallschirmabsprung gerettet)

S/Sgt John B. Punte (Kugelturm-Schütze, gefallen)

S/Sgt Albert M. Bailey (Heck-Schütze, gefallen)

T/Sgt James L. Sommers (Funker, gefallen)

S/Sgt Arlo W. Dralle (Seiten-Schütze, gefallen)

 

Absturzdatum

09.09.1944, etwa 10:30 Uhr

 

Absturztsort

Birkenau-Löhrbach, über dem Berg Waldskopf in der Luft explodiert

 

GPS-Koordinaten / Höhe üNN.

N49 33.039 / E08 46.366 Heck / 510 m

N49 32.441 / E08 45.803 Bug / 497 m

N49 32.148 / E08 45.557 Motor- und Flügelteile / 400 m

N49 33.543 / E08 47.839 Rechter Flügel / 348 m

 

Absturzursache

FLAK-Treffer

 

Verbleib des Flugzeugwracks

Bergung durch Wehrmacht

 

Validierung

Durch Fund von Wrackteilen 

Bild obern: Flugfeld Deenethorpe während des 2. Weltkriegs mit Parkpositionen der Bomber (runde Flächen)

Bild oben: Eine Boing B-17 Flying Fortress wie über dem Waldskopf explodiert (Quelle Flying Kiwi).

Gut zu erkennen das drehbare Kinn vorne, der Geschützturm oben und der Kugelturm unten mit je 2 dreh- und schwenkbaren Maschinengewehren. Links neben der 30H schaut das seitliche Maschinengewehr aus dem Fenster hervor. Am Heck ist ebenfalls einer von 2 Maschinengewehrläufen zu erkennen.



Verlauf der Mission

(Frei übersetzt aus www.401bg.org)

Die B17 startete zusammen mit 38 weiteren Bombern am 09.09.1944 um 07:10 Uhr von ihrem Einsatzflughafen Deenethorpe. Primärziel war die IG Farben (heute BASF) in Ludwigshafen. Da über dem Ziel eine dichte Wolkendecke lag und somit keine unmittelbare Sicht darauf bestand, wurde beschlossen auf das Sekundärziel auszuweichen. Dies war der Rangierbahnhof in Mannheim. Hier erhielt der Bomber einen FLAK-Treffer und verlor an Höhe.

 

Auszug aus dem Bericht der USAAF für den 09.Sept.1944

Insgesamt waren an diesem Tag 491 Stück Bomber für Einsätze über dem deutschen Reich geplant. 387 kamen zum Einsatz. Begleitschutz flogen 140 Stück Mustang P51 Jagdflugzeuge. Bei dem Einsatz gingen 5 Stück B17 verloren und 167 wurden beschädigt. 10 Besatzungsmitglieder wurden verletzt (WIA) 54 wurden vermisst (MIA).

Ablauf des Absturzes

Beim Abwurf seiner Brandbomben auf den Rangierbahnhof Mannheim Rheinau erhielt der Bomber eine FLAK-Treffer zwischen den Rumpfansatz des linken Flügels und die anschließende Bomben-Sektion. Durch in den Rumpf eindringende Granatsplitter wurde der Funker James Sommers, welcher sich in der getroffenen Sektion aufhielt, getötet. Der Funkraum und die Bombensektion brannten sofort. Oliver Livingston wurde durch Granatsplitter am linken Oberschenkel verletzt und durch den Explosiondruck aus dem engen oberen Geschützturm, in welchen er das 0,5 " Browning Zwillings-Maschinengewehr bediente, Richtung Flugzeugheck geschleudert. Zeitgleich entzündete sich das austretende Flugbenzin in den Tanks des linken Flügels und versetzte die linke Tragfläche samt der beiden Motoren in einen Feuerball. Herr Livingston konnte noch seinen Fallschirm von einem Haken in der Maschine abhängen und anlegen. Der brennende Bomber legte in etwa 2 Minuten noch die Strecke bis über Trösel zurück. Am östlichen Waldskopfhang brach nun die brennende Tragfläche mit den 2 Motoren ab. Sekunden später explodierte die Maschine in der Luft. Sie brach zwischen Vorderteil und Flügelansatz auseinander, da hier durch den Flaktreffer die größte Schwächung der Flugzeugstruktur vor lag. Die Bomben-Sektion (mittlerer Rumpfteil) wurde hierbei zerrissen. Oliver Livingston und Roger Bernard wurden durch die Explosion aus der Maschine geschleudert, konnten sich aber mit dem Fallschirm retten. Edwin F. Sedlak wurde später tot am Boden aufgefunden. Ob er aus der Maschine geschleudert wurde oder abspringen konnte ist heute nicht mehr zu klären. 6 Mann der Besatzung hatten keine Möglichkeit mehr die Maschine zu verlassen, verbrannten und stürzten mit dem Flugzeug in die Tiefe.

Nach Lage der Wrackteile ereignete sich die Explosion etwa zwischen Teufelstein und Riesenstein. Aufgrund der Streubreite der Funde von mehreren km Durchmesser und dass es zwei Besatzungsmitgliedern noch gelang mit dem Fallschirm zu landen, ist noch von einer großen Flughöhe auszugehen. Dies wird durch den Missing Aircrew Report (MACR) der USAAF bestätigt, welcher eine Höhe von 20.000 Fuss (6.100 m) zum Explosionzeitpunkt nennt.

Bild oben: Eine abstürzende B17 nach FLAK-Treffer, links unten im Bild der abgeschossene Flügel

Bug

Der Bug (Pilotenkanzel mit vorderem Maschinengewehr-Kinn) der Maschine ging am nord-westlichen Hang des Waldskopfs in einem damals dichten Jungwald- unweit der Siebel Absturzstelle- nieder (siehe links unter Punkt 9).

Das Wrackteil wurde erst lange Zeit nach dem Absturz von einem durch Verwesungsgeruch aufmerksam gewordenen Passanten gefunden. Darin fand man die Überreste von 3 Fliegern. Der Bug war durch den ungebremsten Aufschlag stark in sich zusammen geschoben und bedeckte bei geringer Höhe eine Fläche von etwa 2m x 2m (lt. G. Becker). Durch Auffinden einer "Schrottspur" war feststellbar, dass die Wrackteile später zum Tal hin nach Löhrbach abtransportiert wurden.

Bild oben: Zeitzeuge Gottfried Becker an der Absturzstelle des Bugs (im Vordergrund), 11.08.2012

Heck

Das Heck der Maschine landete auf einen Acker vor dem Berg Götzenstein. Es war danach noch in einem verhältnismäßig guten Zustand, also durch den Aufschlag nicht in sich zusammen geschoben. Das Wrackteil lag mit seiner Unterseite auf der Erde, das Leitwerk war erhalten und stand nach oben. Die im Rupf klaffende Öffnung deutete Richtung Waldskopf. (lt. G. Becker). Es ist hierdurch anzunehmen, dass das verhältnismäßig leichte Heck in einer Spiralbewegung "gebremst" zu Boden gegangen ist. Aus dem Torso wurden 3 stark verbrannte Leichen geborgen. 

Bild oben: G. Becker deutet auf die Absturzstelle des Hecks, 04.08.2012 (Fotomontage)
Bild oben: Funde von der Absturzstelle des Hecks, links neue 0,5 Zoll Browning-Patrone zum Vergleich

Linker Flügel

2012 wurden im Wald am süd-westlichen Waldskopfhang Motor- und Tragflächenteile der B17 gefunden. Der Fundort beschreibt die Stelle, an der damals der abgebrochene linke Flügel samt der beiden 9- Zylinder Sternmotoren nieder ging. Oskar Helfrich aus Trösel hat als Kind damals gesehen, wie die beiden großen Motoren mit einem Stammholzwagen abtransportiert wurden.

 

Rechter Flügel

Nicht zu 100 % geklärt ist, wo die beiden rechten Motoren des Bombers nieder gingen. Im Aufschlagbereich des Bugs wurde 1994 ein Kipphebel vom Zylinderkopf gefunden (s. Bild unten, Funde vom Waldskopf 1994). Es ist davon auszugehen, dass das Flugbenzin in den rechten Tanks der Tragfläche explodierte. Hierdurch wurde der Flügel zerrissen und die beiden schweren Motoren fielen zu Boden. Die bei der Explosion abgetrennte Flügelspitze segelte, wie nachfolgend beschrieben, bis nach Kreidach.

 

Flügelspitze

Die bei der Explosion der Maschine abgebrochene rechte Flügelspitze segelte noch 3 km weit, bis sie im Kreidacher Tal in der Nähe der 180 Grad Bahnschleife aufschlug. Zeitzeugen können sich an den darauf befindlichen USAAF-Stern erinnern. Das noch im Flügeltank befindliche Flugbenzin wurde von Kreidacher Bürgern abgelassen und weiter verwendet (Lt. Erich Gärtner / Kreidach, H.-G. Morr).

Bild oben: Plan des Absturzes mit Fundorten der Wrackteile und Landestellen der abgesprungenen Besatzungsmitglieder

Ortschaft in Bildmitte = Ober-Abtsteinach

Legende:

Roter Pfeil = Anflugrichtung der brennenden Maschine

Kreisring zyan= Brennender linker Flügel mit den 2 Motoren bricht ab (Fundstelle der Motorteile)

Roter Stern = Maschine explodiert in der Luft

Kreisring rot = Aufschlagstelle Bug

Kreisring gelb = Aufschlagstelle Heck

Kreisring blau = Aufschlagstelle Flügelspitze rechts

Kreisring grün = Fundort Funkgerät

Schwarzer Punkt = Fundort totes Crew Mitglied Edwin. F. Sedlak

Roter Punkt = Landeort Roger Bernard mit Fallschirm

Blauer Punkt = Landeort Oliver Livingston mit Fallschirm

Schicksale

Oliver E. Livingston

2 Besatzungsmitgliedern überlebten das Inferno, da sie durch die Explosion der Maschine aus dieser heraus gechleudert wurden und ihren Fallschirm rechtzeitig öffnen konnten. Einer von ihnen- O. E. Livingston- landete in Ober-Abtsteinach im Garten des Anwesens Löhrbacher Strasse Nr. 7 neben dem ehem. Schulhaus. Allerdings ohne seine Fliegerstiefel. Diese rutschten ihm beim ruckartigen Öffnen seines Schirms von den Füssen. Als er durch die Wolken stiess hörte er Stimmmen von Kindern, welche im Schulhof spielten. Um sein verwundetes Bein zu schützen versuchte Herr Livingston mit dem "Hinterteil" zu landen. Dabei biss er sich jedoch auf die Zunge und blutete stark aus dem Mund. Dies deuteten die herbeigelaufenen Abtsteinacher Bürger als Anzeichen innerer Verletzungen. 

O. Livingston wurde auf einer Leiter liegend in das damalige Schulhaus transportiert und dort 13 Tage im Kartenraum von einer Rot-Kreuz Schwester versorgt. Als Kontaktpersonen kann sich Herr Livingston noch an den damaligen Bürgermeister Berbner und seine Frau Elsa erinnern. Des weiteren an die Familie Rohr mit ihren 4 Kindern, unter ihnen der damals 12- jährige Josef Rohr, von welchem einige hier eingebrachte Informationen stammen. Weiterhin an Frau Horle, eine mit einem deutschen verheiratete Amerikanerin, die damalige Besitzerin der Gaststätte Morgenstern in Siedelsbrunn. Laut eigener Aussage wurde Herr Livingston während seines Aufenthaltes in Abtsteinach immer korrekt behandelt. 

Nach den 13 Tagen wurde er von 2 Wehrmachtsangehörigen abgeholt. Sie verlangten, das er mit ihnen zu Fuss zur nächsten Bushaltestelle gehe. Dies beobachtend intervenierte Herr Rohr und wies die Soldaten an, Herrn Livingston wegen seiner noch nicht verheilten Oberschenkelverwundung  mit einem Karren zu transportieren. Dem wurde entsprochen. Doch nur so lange bis die 3-er Gruppe ausserhalb der Sichtweite war. So musste er unter Schmerzen zur Bushalle in Ober-Abtsteinach  (heute Standort Netto-Markt / Schlecker) laufen. Von dort erfolgte der Transport zum Bahnhof Weinheim. In einem Güterwagen ging es nach Frankfurt. Eine im Waggon mit reisende deutsche Frau forderte seine Bewacher auf ihn zu erschiessen, was diese jedoch verweigerten. Hiernach erfolgte die Einlieferung ins Hermann Göring Lazarett in Frankfurt. Dort hielt er sich etwa 2 Wochen auf. Die nächste Station war das Vernehmungslager der Luftwaffe, Dulag Luft West in Oberursel, wo alle feindlichen Luftwaffenangehörige vernommen wurden. Danach erfolgte eine einwöchige Reise per Zug nach Berlin, über die Oder nach Stettin in das StaLag Luft-IV bei Groß Tychow (heute Tychowo / Polen).

Bild oben: Auch heute noch zu erkennen: Die Konturen des StaLag Luft-IV im Wald bei Tychow

Hier blieb O. Livingston vom 04. November 1944 bis zum 04. Februar 1945. Dann kam der Befehl das Lager binnen 6 Stunden zu räumen, da die Rote Armee immer näher kam. Der Fussmarsch führte durch Norddeutschland von der Oder nach Rostock in der Hoffnung, Rot Kreuz Pakete mit Nahrung zu erhalten, was jedoch nicht geschah. Die nächsten Tage erfolgten Zick-Zack Märsche um den Russen auszuweichen. Ein Rot Kreuz Nahrungspaket, welches eine Person 6 Tage versorgen sollte, musste für 16 Mann 6 Tage halten. Am 26. April 1945, als es morgends zu Fuss wieder weiter ging, sah man an Gebäuden weisse Fahnen hängen und einen amerikanischen Panzer mit einer großen Stars and Strips Fahne über dem Tank. Damit wussten alle, dass der Krieg zu Ende war. Die Befreiung erfolgte durch die 101st Airborne Division.

 

Dr. J. Rohr aus Abtsteinach (gestorben 2013), welcher als Kind die damaligen Ereignisse mitbekam und wegen seiner Englischkenntnisse als Übersetzer fungierte, konnte nach dem Krieg die Adresse von O. Livingston ausfindig machen und führte mit ihm bis 1949 einen regen Briefwechsel.

 

Oliver L. Livingston lebt heute (2012) 88-jährig in Turlock / Californien. Er konnte sich noch sehr gut an den Ablauf der Ereignisse erinnern. Dank seiner Ausführungen war es möglich, diese so detailliert hier nieder zu schreiben.

Oliver E. Livingston im August 2012

Roger Bernard

Das 2. mit dem Fallschirm abgsprungene Besatzungsmitglied war der Navigator Roger Bernard. Er landete im Wald in der Nähe des Jugendzeltplatzes Löhrbach. Herr Bernard überlebte den Absprung unverletzt, wurde aber aufgegriffen und geriet bis Kriegsende in Gefangenschaft im StaLag Luft-I in Barth an der Ostsee. Da das Lager vom Internationalen Roten Kreuz regelmässig kontrolliert und versorgt wurde, waren die Lebensbedingungen dort erträglich.

Herr Bernard lebt heute (2012) 87-jährig in Batavia / Illinois.

Stalag Luft-1 projiziert in ein aktuelles Google Earth Luftbild. Unten rechts die Stadt Barth an der Ostsee.

Legende zum Bild oben

Orange Rahmen: Flak-Schule (existierte schon vor Anlage des Stalag)

Roter Rahmen: Hauptlager

Grüner Rahmen: Lager Nord I

Blauer Rahmen: Lager Nord II

Gelber Rahmen: Lager Nord III

Edwin F. Sedlak

Auch der Bombenschütze Edwin F. Sedlak wurde durch die Expolsion aus dem Flugzeug geschleudert. Seine Leiche wurde erst Tage später im Wald in der Nähe des Teufelsteins mit geschlossenem Fallschirm gefunden. Daneben lagen armdicke Äste, welche der ungebremst fallende Körper von den Bäumen riss. G. Becker sah ihn aus der Ferne vom Himmel fallen, dachte damals aber es handele sich um einen Gegenstand. Der Leiche wurden noch zwischen Entdeckung und Bergung ihre mit Lammfell gefütterten Fliegerstiefel geraubt. Nicht mehr zu klären ist, ob Edwin F. Sedlak durch die Explosion getötet wurde oder sein Fallschirm nicht öffnete und er durch den ungebremsten Aufschlag zu Tode kam.



Die Toten wurden auf dem Ober-Abtsteinacher Friedhof beigesetzt. Nach Kriegsende erfolgte die Exhumierung durch die Amerikaner und Überführung auf den amerikanischen Ehrenfriedhof nach St. Avold / Frankreich. Denn gefallene US- Soldaten werden nicht im Land eines Feindes bestattet.

 

Die Flieger fanden ihre Letzte Ruhe in folgenden Gräbern:

  • John B. Punte, Areal B, Reihe 33, Grab 13
  • Albert M. Bailey, Areal B, Reihe 33, Grab 14
  • Charles F. Meredith, Areal B, Reihe 33, Grab 15
  • Edwin F. Sedlak, Areal B, Reihe 33, Grab 16
  • James L. Sommers, Areal B, Reihe 33, Grab 17
  • David Loughlin, Areal B, Reihe 33, Grab 18
  • Arlo W. Dralle, Areal B, Reihe 34, Grab 27

 

Im Rahmen dieser Recherche wurde festgestellt, das daß auf dem Grabstein von D. Loughlin eingravierte Todesdatum nicht korrekt war. Es wurde der 11.09.1944 als Sterbedatum eingraviert. Nach entsprechendem Hinweis wurde das Datum durch die American Battle Monuments Commission

eld (ABMC) geändert.

Bild oben: US-Ehrenfriedhof St. Avold / Frankreich

Die zurück gelassenen, aus Seide hergestellten Fallschirme der Amerikaner wurden von der hiesigen Bevölkerung geborgen und zur Herstellung von Bekleidung weiter verwendet.

 

G. Becker erinnert sich auch noch, dass er als 12- jähriger im Winter 1944/45 auf einem Segment der rundlichen vorderen Plexiglasscheibe der Kanzel auf dem Schnee zu Tal gefahren ist.

Bild oben: Vordere Plexiglaskanzel einer B17 mit Kinn- und Seiten-Maschinengewehren
Die Besatzung der Casey's Strawberry Blonde vor der Unglücksmaschine (Quelle Roger L. Bernard, USA)

Hintere Reihe v.l.

1Lt Chales F. Meredith (Co-Pilot, gefallen)

1Lt Edwin F. Sedlak (Bombenschütze, gefallen)

1Lt David Loughlin (Pilot, gefallen)

1Lt Roger L. Bernard (Navigator, durch Fallschirmabsprung gerettet)

T/Sgt Oliver E. Livingston (Bordingenieur, durch Fallschirmabsprung gerettet)

Unbekanntes Mitglied der Bodencrew

Vordere Reihe v.l. 

S/Sgt Albert M. Bailey (Heck-Schütze, gefallen)

S/Sgt John B. Punte (Kugelturmschütze, gefallen)

T/Sgt James L. Sommers (Funker, gefallen)

S/Sgt Arlo W. Dralle (Rumpf-Schütze, gefallen)

Unbekanntes Mitglied der Bodencrew

Ein weiterer US-Fallschirmspringer soll ebenfalls am 09.09.1944 in Aschbach gelandet sein. Über sein Schicksal ist nichts bekannt. 

 

 

Bild oben: Funde vom Waldskopf von 1994 (H.-G. Morr)

Bilder unten: Funde vom Waldskopf vom April 2012 (s. Skizze oben "Fundstelle der Motorteile")

Quellen:

Oliver E. Livingston / Turlock USA

Wikipedia

Donald Byers / USA

www.401bg.org

Paul Bellamy / USA

Gottfried Becker, Löhrbach

Dr. Josef  Rohr, Abtsteinach

Uwe Benkel, Arbeitsgruppe Vermisstenforschung

WWII US Air Force Photo Archives

American Battle Monuments Commission

Combat Chronology of the US Army Air Forces, September 1944

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© Hans-Günther und Jürgen Morr