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Zum Gedenken an Hans Morr

Das ehemalige Franzosenlager "Camp de Ludwigs-winkel" (Seite ist im Aufbau)

 

Von dem im Jahr 1930 geräumten französischen Militärlager, dem Camp de Ludwigswinkel, haben sich nicht allzuviele Spuren erhalten. Das lag auch daran, dass große Teile der Lagerbebauung aus Holz bestanden. Für die Unterbringung von Zivilpersonen eigneten sich die langen Baracken und ihre konzentrierte Anordnung in der entlegenen Grenzregion nicht. Heute (2023) existiert nur noch ein hölzernes Barackengebäude vom ehemaligen Franzosenlager in der Nachbargemeinde Rumbach.

Die um Ludwigswinkel noch vorhandenen, sichtbaren Reste des Franzosenlagers werden im Folgenden vorgestellt.

Zum Lager selbst hat die in Ludwigswinkel lebende Journalistin Lilo Hagen einen Artikel verfasst, welcher im Folgenden eingefügt wurde.

 

Plan des Lagers
Modell des Franzosenlagers, Ansicht von der Westseite

 

Der folgende Text stammt von der Journalistin Lilo Hagen aus Ludwigswinkel

 

Nur der Donnerstag war schießfreier Tag

 

Das französische Truppenlager in Ludwigswinkel - Die Baukosten von 13 Millionen Goldmark musste Deutschland bezahlen.

 

Eng verbunden mit der Wasgauwaldbahn, die Bundenthal mit Ludwigswinkel verband, ist das Truppenlager Ludwigswinkel, denn ohne dieses Truppenlager wäre die Wasgenwaldbahn, ebenfalls eine Reparation des Deutschen Reiches für den verlorenen Krieg, nie gebaut worden.

Nach dem 1. Weltkrieg hatten die Franzosen den alten preußischen Truppenübungsplatz bei Bitsch übernommen und wieder belegt. Da sich Bitsch aber für die Erprobung der neu entwickelten Langrohrgeschütze als zu klein erwies, forderten die Franzosen eine Erweiterung des Schießplatzes nach Norden und Osten, was die bayrische Forstverwaltung rigoros ablehnte.


Darauf requirierten die Franzosen das Gelände östlich des Übungsplatzes bis hin zum Bahnhof Rumbach-Bundenthal. Grundlage hierfür waren die Artikel 428-432 des Versailler Vertrages, wonach Frankreich als eine an der Besetzung des Rheinlandes teilnehmende Macht das Gebiet bei Ludwigswinkel sowie zahllose andere Objekte für die Dauer der Besatzungszeit requirieren konnte. Ludwigswinkel lag in der dritten Besatzungszone, die 15 Jahre lang besetzt werden sollte.


Die Franzosen beschlagnahmten eine 30 Quadratkilometer große Fläche „die bei Fischbach beginnt und sich westwärts bis nach Eppenbrunn hinzieht. Im Norden geht sie bis zum Ebet, zur Hohen List und zum großen Biesenberg hin. Im Süden bis zur Grenze nach Lothringen. Dort bildet der Truppenübungsplatz Bitsch die ideale Verlängerung dieses Geländes, denn die Franzosen schießen sogar von diesem Platz bis weit in das deutsche Gelände hinein. In der letzten Zeit liefen sogar Gerüchte um, dass die Franzosen dieses Gelände im Wege einer Grenzregulierung erhalten sollen", schrieb die Pirmasenser Zeitung in jenen Tagen.


119 Hektar Eichenbestand mussten abgeholzt werden, um Übungsplätze für Infanterie und Artillerie zu schaffen. Die Truppen benötigten Platz, um das Werfen von Handgranaten und das Schießen mit dem Maschinengewehr zu trainieren, die Artillerie richtete zudem Einschlagplätze ein. So standen unter anderem am Bahnhof Bundenthal-Rumbach französische Eisenbahngeschütze, die 30 Kilometer weit in das Artilleriezielgebiet schossen. Und das täglich von Februar bis Oktober, lediglich donnerstags wurde den Anwohnern ein schießfreier Tag gegönnt. „Bei Bundenthal hält die französische Besatzung ihre Schießübungen mit schweren Geschützen in Richtung Ludwigswinkel ab. Der Einschlagplatz ist von dieser Stelle rund 30 Kilometer entfernt", heißt es dazu in der Pirmasenser Zeitung.


Für den Bau des Lagers richtete die Reichsvermögensverwaltung Koblenz eine Außenstelle ein. Dieses sogenannte Reichs-Neubauamt hatte anfänglich seinen Sitz in der Rumbacher Gaststätte Kern, in deren Gasträumen sich das gesamte Dienstgeschäft der Beamten und Mitarbeiter abspielte. Begleitumstände waren Saufereien und jede Menge Bestechungen, denn der Bau des Lagers brachte Arbeit und Aufträge auch für Zivilisten.


1920 gaben die Franzosen einen fertig ausgearbeiteten Plan an das Reichs-Neubauamt, nach dem das Lager gebaut werden sollte. So forderte man für eine ständige Belegung des Camps mit einem Regiment Infanterie und einer Abteilung Artillerie ein massiv gebautes Haus für einen General, eines für den Lagerkommandanten, eins für den Putzmajor, eine Kaserne für die Wachkompanie und ein Krankenhaus. Für die übrigen Bauten, dazu gehörten Wohnbaracken, Küchen, Waschräume, Magazin, Kantinen, Soldatenheime, Offiziers- und Unteroffiziersmessen, Ställe, Wach- und Arrestgebäude, Fahrzeugschuppen und Werkstätten, erlaubte man eine Ausführung in Holz.


Im September des gleichen Jahr richteten zwei Abgeordnete der Volkspartei folgende Anfrage an die Reichsregierung in Berlin: „Wie wir hörten, beabsichtigt die französische Besatzungsbehörde in der Pfalz, unmittelbar anschließend an den auf lothringischem Boden liegenden Truppenübungsplatz Bitsch, ein großes Gelände mit prachtvollstem alten Waldbestand auf deutschem Boden zwischen Ludwigswinkel und Eppenbrunn als Exerzierplatz zu beschlagnahmen. Die Kosten, die dem Deutschen Reich hierdurch erwachsen, werden auf 200 Millionen Mark geschätzt. Ist der Reichsregierung diese Absicht der französischen Besatzungsbehörde bekannt und welche Schritte gedenkt sie zu ergreifen, um den wertvollen Wald für die Pfalz zu erhalten und die neuen erheblichen Kosten abzuwehren?"


Am 20. Februar 1921 antwortete die deutsche Reichsregierung: „Da aus einem Schreiben des Generals Degoutte klar hervorging, dass die Forderung eines Divisionsübungsplatzes unabänderlich beschlossene Tatsache war, erachtet das Reichsschatzministerium die Hergabe des in der bayrischen Pfalz, bei den Orten Fischbach -Ludwigswinkel - Eppenbrunn gelegenen, auf etwa 3000 Hektar groß geschätzten Waldstreifens als das kleinere Übel, da bei ablehnendem Standpunkt mit Sicherheit mit Requisition von wertvollem Kulturland gerechnet werden muss."


Die Angelegenheit wurde sofort mit der bayrischen Kreisregierung in Speyer erörtert, die die Auffassung des Reichsschatzministeriums teilt. Die Reichsvermögensverwaltung hat dem französischen Oberkommando mitgeteilt, dass die Reichsregierung einer ausdrücklichen Anforderung des in Frage kommenden Geländes und der dazu verlangten Anlage nachkommen werde, wonach sie gemäß Artikel 8 des Rheinlandabkommens verpflichtet sei.


Am 30. Mai 1921 erfolgte von Seiten der Franzosen die Anforderung des Geländes mit der Direktive, die Anlage bis zum 15. März 1922 fertig zustellen. Im August 1921 begannen die Arbeiten, für die man Arbeiter aus dem gesamten süddeutschen Raum zusammengezogen hatte. Sie waren in Ludwigswinkel und Fischbach untergebracht, zahlreiche Tanzsäle wurden für sie in Schlafsäle verwandelt. Dreißig Lastwagen und zwei Schleppmaschinen waren ununterbrochen im Einsatz, um das benötigte Baumaterial vom Bahnhof Rumbach-Bundenthal ins Lager Ludwigswinkel zu bringen.

 

Um die Versorgung des Lagers sicherzustellen wurde vom Saarbrunnen eine neue Druckwasserleitung mit Pumpstation verlegt, ein Wasserreservoir gebaut und für die Abwasserversorgung oberhalb des Saarbacher Weihers die erste Kläranlage in der Region errichtet. Am Ende verfügte das Lager auf Wunsch des französischen Armeebischofs Rémond selbst über eine eigene Kirche. 1927 waren in dem „Camp de Ludwigswinkel" 16.000 (Hinweis: Es waren max. 3.600) Mann stationiert, das entspricht der heutigen Einwohnerzahl des ganzen Dahner Felsenlandes.


„Wer es nicht gesehen hat, macht sich kaum eine richtige Vorstellung. Es nimmt einen Platz ein so groß wie Dahn. Da reiht sich Baracke an Baracke, jede 50 Meter lang und 12 Meter breit, da stehen massive Gebäude, Lazarett und Generalshäuser. Auch eine Kirche fehlt nicht. Zwischendurch ziehen sich chaussierte Straßen, gut kanalisiert, mit einem Wort: es ist eine Stadt, die da in einzig schönen Wäldern versteckt liegt", heißt es in einem zeitgenössischen Brief.


„Das nahe Ludwigswinkel hat sich seit der Besetzung der Rheinlande durch französische Truppen zu einer Soldatenkolonie entwickelt. Da durchhallt denn gar oftmals die Wasgauberge dumpfer Geschützdonner, der sich an felsenbesetzten Höhen bricht, oder es dröhnen die Landstraßen einsamer Waldtäler vom Hufschlag und Wagengerassel endloser Kolonnen von Marokkanern und Algeriern, die fast Tag für Tag das früher so weltfremde Grenzgebiet durchziehen. Hier in des Waldes tiefster Einsamkeit steht ein Haus am Wege und heischt des Himmels Schutz - einst von Sonntagsfrieden umjubelt und nur in den Zeiten des Krieges und der Soldatenmanöver aufgeschreckt - das Reißler Forsthaus, der Grenzsitz unserer pfälzischen Forstbehörde. Heute hat es den Waldesfrieden mit dem lärmenden Getriebe der gegenüberliegenden Soldatenkolonie vertauscht. Höfe und Dörfer in der Runde bangen um ihre Existenz", schreibt der große Förderer des damals noch jungen Pfälzerwald-Vereins, Hermann Kohl, in dem 1929 im Deil Verlag erschienenen Buch „Die deutsche Pfalz am deutschen Rhein".


Insgesamt hatte die Errichtung des Lagers „Camp de Ludwigswinkel" 13 Millionen Goldmark gekostet, die außerhalb der Reparationskosten aufgebracht werden mussten.

 

Am 31. Januar räumten französische und belgische Truppen die erste Zone des Rheinlandes. Zur endgültigen Räumung kam es aber erst am 30. Juni 1930, immerhin fünf Jahre früher als es der Versailler Vertrag vorsah. Zu diesem Stichtag verließen die französischen Truppen auch Ludwigswinkel, das Lager stand leer, die kleine Versorgungsbahn, die fast zehn Jahre zwischen Bundenthal und Ludwigswinkel mehrmals täglich unterwegs gewesen war, wurde bereits im November stillgelegt.


Der Bezirkslehrerverein Pirmasens hatte die geniale Idee, aus dem Lager ein „Kinderdorf für die ganze Pfalz" werden zu lassen. „Zweifellos wird der geplante mehrwöchige Schul- und Werkunterricht in dem dortigen herrlichen Waldgebiet mit seinem angenehmen Sommerklima und mit den anregenden und erfrischenden Bädern in den Weihern von vorzüglichem körperlichem und geistigem Einfluss auf die Jugend sein. Die gesundheitliche Rückwirkung und Anregung eines solchen Waldaufenthaltes, die bleibende Erinnerung an die gemeinschaftlich erworbenen Handfertigkeiten in Arbeit und Spiel, der frohstimmende Eindruck sonnendurchglänzter herrlicher Buchen- und Eichenwaldungen und der wohltuende Eindruck der weit sich hinziehenden grünen Wiesentäler, belebt von murmelnden Gewässern und blitzenden Weihern, wird für die Kinder der Pfalz ein Erlebnis und bleibende Erinnerung für ihr ganzes Leben werden", hieß es. Doch der Vorschlag stieß bei der Kreisregierung in Speyer auf taube Ohren. Der Gemeinde Ludwigswinkel fehlte das nötige Geld, um die Baracken umzunutzen und auf dem Gelände Industrie anzusiedeln. So wurden die Baracken samt Inventar versteigert und abgebrochen, das Gelände aufgeforstet. Der Fischbacher Pfarrer Johannes Wagner bemühte sich vergeblich, die Lagerkirche für die Ludwigswinkler Katholiken zu erhalten.


Wohl die letzte Baracke aus dem „Camp de Ludwigswinkel" steht heute noch in Rumbach und dient der Klettergilde als Vereinsheim. 1948 kaufte die Kriegerwitwe Rosa Ganster aus Fischbach mit ihren drei Mädels diese Holzhütte als „Franzosenbaracke von Ludwigswinkel" und ließ sie in der Hauptstraße 14 in Fischbach aufbauen. Die Dachpappe wurde durch Ziegel ersetzt und Fensterläden machten aus der einstigen Soldatenbehausung ein schmuckes Häuschen mit vier großen Zimmern und einem großen Flur. Zu dieser Zeit standen in Fischbach noch vier dieser Baracken. „Die berühmteste war die Lagerhalle von Odilo Lambert", erzählt Rudolf van Venrooy, der Enkel der Rosa Ganster. Als sein Vater Anfang der 50er Jahre beschloss, ein richtiges Haus in der Hauptstraße 14 zu bauen, wurde die Baracke 1954 an den zwei Jahre zuvor wiedergegründeten Rumbacher Musikverein verkauft, der sie im Wald am Ortseingang von Rumbach als Vereinsheim wieder aufbaute.


Von dem Lager selbst sind in Ludwigswinkel keine Spuren mehr zu entdecken. Lediglich die festen Häuser und das ehemalige Lazarett stehen noch. Das Krankenhaus diente viele Jahre der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Müttergenesungsheim und war bis vor Kurzem ein Übergangsheim für Aussiedler aus Russland. Heute steht das Haus leer. Die Kaserne der Wachkompanie übernahmen die „Lederwerke Wasgau" als Gerberei, Anfang der 80er Jahre wurde sie zu einem Ferienzentrum mit Eigentumswohnungen ausgebaut.

--- Ende Artikel von Lilo Hagen --- 

 

Baracken

Die Grundfläche einer Mannschaftsbaracke betrug 50 x 12 Meter = 600 m2. Im Lager gab es 32 Sück dieser hölzernen Kasernen. Bei der genannten Maximalbelegung des Lagers von 3.600 Personen abzüglich geschätzten 100 Mann höherer Ränge, Kranke und in Urlaub befindlichen Soldaten, welche nicht in den Baracken untergebracht waren, wäre jede Mannschaftsbaracke mit max. 100 Soldaten belegt gewesen.

Ehemalige Lagerbaracke, heute in Rumbach

 

Offiziershäuser

Das französische Militär forderte die Errichtung von massiven Wohngebäuden für ihre hohen Lageroffiziere. Es entstanden somit 300 Meter außerhalb des Lagerareals drei nebeneinander liegende Häuser. Auf den Bildern (von links nach rechts) sind die Gebäude für Kommandant, General und Major abgebildet.

Alle drei Gebäude sind erhalten und werden als private Wohnungen genutzt. 

Wohnhäuser für die hohen Offiziere

 

Krankenhaus

Die Franzosen befohlen den Deutschen den Bau eines massiven Krankenhauses für Ihre Truppen. Das Haus wurde außerhalb des Lagers am Nordrand in Massivbauweise errichtet. Nach dem französischen Truppenabzug diente es während des 2. Weltkriegs als Lazarett. Danach als Müttergenesungsheim. Zu dieser Zeit wurde rechts ein seitlicher Anbau hinzungefügt. Bis ins Jahr 2005 diente das Haus als Übergangsaufnahmr für russische Aussiedler. Danach ging es in Privatbesitz über. Bis dato (2022) ist das ehemalige Krankenaus ungenutzt.

Bau 204, ehem. Küche

 

Pumpwerk

Talseite des Pumpenhauses

 

Hochspeicher

Talseite des Hochspeichergebäudes
In der Mitte der Füllstandanzeiger. Zu dessen Seiten die Leitern zum Abstieg in die Zisternen
Zugangstür und Lichtfenster

Unmittelbar unter dem Boden des Entnahmegebäudes befinden sich die Verrohrungen der Zu- und Ableitungen sowie der Überläufe nd Entleeröffnungen. Mittels Drehschieber konnten bei Störungen die betroffenen Leitungen verschlossen oder Wasser vor Wartungs- / Innenreinigungen abgelassen werden. Die Rohrdimensionierung von DN250 lässt auf einen zeitweise großen Wasserdurchsatz schließen. 

Verrohrung unter dem Hochspeichergebäude

 

In Erdboden hinter bzw. unter dem Entnahmegebäude befinden sich 4 langrechteckige betonierte Zisternen. Je 2 Stück sind durch eine begehbare Öffnung an deren Rückseite miteinander verbunden. Die Länge der Zisternen beträgt zwischen 13 und 15,3 Meter. Die Breite einheitlich 3,40 Meter. An den Wänden haben sich in 2 Meter Höhe Spuren der maximalen Füllhöhe gebildet. Hieraus errechnet sich die Gesamt-Füllmenge von 386.000 Liter.

Die Zisternen sind innen sauber verputzt und mit Spezialfarbe abgedichtet.

 
Die Höhe des Füllstands wurde mit Hilfe eines Schwimmers ermittelt, welcher sich in einem Gußrohr  abhängig vom Wasserstand in den Zisternen vertikal bewegte. Mittels eines Drahtseils wurde die Schwimmerposition mechanisch auf eine analoge Uhr und einen elektrischen Potentiometer übertragen. Somit wurden die Förderpumpen in Abhängigkeit des Zisternen-Füllgrads automatisch zu- bzw. abgeschaltet.

Das gespeicherte Wasser gelangte aufgrund des Höhenunterschieds zwischen Zisterne und Verbraucher mit einem Druck von ca. 2 bar ins Lager bzw. an die Verbrauchsstellen in den Offiziershäusern. 

 

Deutsche Lagerverwaltung

Gebäude der Reichs-Vermögensstelle

 

Kläranlage

Klärbecken

 

Übungsmauer

Unweit des Zeltplatzes Hirtenwiese bzw. 300 Meter süd-westlich des ehemaligen Reislerhofs befindet sich in einem Wegdreieck ein heute fast gänzlich von der Vegetation überwachsenes Mauerrelikt. Hierbei handelt es sich um eine Übungsmauer des Franzosenlagers. Die Mauer wurde bei Draufsicht in Form eines Hammers ausgeführt. Ihre maximale Höhe beträgt ca. 4 Meter, die Länge etwa 10 Meter. Wobei der "Hammerstiel " zum Erdniveau hin schräg abfällt. Sie wurde in Kombination Mauerwerk - Beton errichtet. 

Das Gebilde diente den Franzosen als Übungsmauer. Hier wurde das Ersteigen und Überwinden von mauerähnlichen Hindernissen oder Gebäuden trainiert. An den Mauer-Schmalseiten sind Aussparungen zu erkennen, welche den trainierenden Männern den Aufstieg ermöglichten.

In der Zeit vor dem 2.Weltkrieg wurde sie von der Wehrmacht zum selben Zweck verwendet.

 

Blick auf den "Hammerkopf" der Übungsmauer
Die nach hinten abfallenden Längsseiten

 

Wasgenwaldbahn

Lokschuppen mit Dampflock
Lokschuppen 2019
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© Hans-Günther und Jürgen Morr