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Zum Gedenken an Hans Morr

Bombenabwurf in Unter-Waldmichelbach

Am 21. März 1944 überflog am hellen Tage ein feindliches Flugzeug Unter-Waldmichelbach. Dabei warf es zwei Bomben ab. Eine schlug in der Nähe des Sägewerks Schlink im Garten ein und explodierte. Ausser zersplitterten Fensterscheiben an den um die Einschlagstelle liegenden Häuser hielt sich der Schaden in Grenzen.

Die zweite Bombe traf das Nebenwohnhaus der Huy'schen Mühle. Man glaubte zuerst, es sei eine Bombe minderer Sprengkraft gewesen, denn ausser dem Schaden am Dach alles heil geblieben. Als die Trümmer beiseite geräumt wurden, fand man die 5 Zentner Bombe als Blindgänger im Wohnzimmerboden stecken. Sofort wurden alle Bewohner evakuiert, denn von den Alliierten wurden auch Bomben mit Zeitzünder abgeworfen. Nach etwa 8 Wochen kam man wieder zurück, man war der Meinung wenn der Sprengkörper bis jetzt nicht explodiert ist, wird er auch später nicht mehr exploieren. Über ein Jahr blieb die Bombe an Ort und Stelle und das Alltagsleben spielte sich um sie herum ab. Im Frühjahr 1945- nach dem Einmarsch der Amerikaner- wurde die Bombe vom amerikanischen Militär entschäft und beseitigt.

Bild oben:

Blick vom Hang der Neustadt über das Unter-Waldmichelbacher Tal. In der Bildmitte das alte Pfälzer Hammerwerk, die Huys'sche Mühle, heute Containerdienst Überwald. Der Pfeil zeigt auf das Nebengebäude, in dem der Blindgänger über ein Jahr steckte. Links darüber das bäuerliche Anwesen Öhlschläger und die Brezelfabrik Hertel.

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© Hans-Günther und Jürgen Morr