Der Hilsenfirst ist ein ca.1,5 km langer und 700 Meter breiter Berg in den Hochvogesen. Sein höchster Punkt erreicht 1274 Meter üNN. Der Gipfel befindet sich etwa 6 km südlich von Metzeral. Von seinen Höhen aus sieht man bei klarem Wetter über die Rheinebene bis in den Schwarzwald. Für Franzosen und Deutsche war der Berg im 1. Weltkrieg von Belang, da er sich in die Reihe der Berge entlang der Vogesenfront einfügt. Diese waren für beide Armeen interessant, da von den Gipfeln aus die Täler zu eingesehen werden konnten. Feindliche Truppenbewegungen waren damit frühzeitig erkennbar und man lonnte die eigene Artillerie entsprechend lenken.
Legende zum Bild
Rot = Französische Gräben und Stellungen
Blau = Deutsche Gräben und Stellungen
Schwarzes Rechteck = Bauernhof Lechterwand
Minenwerfer Bunker
Am westlichen Steilhang, in der Lechterwand, sind noch 3 deutsche Minenwerfer Bunker erhalten. Die Bunker schützten die Werferbesatzung vor feindlichen Granatsplittern. Der Werfer im Inneren war ein Steilfeuergeschütz, welches Luftminen mit geringer Wanddicke aber großer Sprengstoffmenge auf die feindlichen Stellungen verschoß. Da der Beschuß indirekt erfolgte konnten auch Schützengräben oder gedeckte Stellungen erreicht werden. Die Minen ebneten durch ihren Explosionsdruck Stellungen und Gräben ein und zerissen Stacheldraht Hindernisse. Wer sich in der Nähe des Detonationsortes befand starb durch die hohe Druckwelle.
Im Steilhang vor den Bunkern befanden sich noch Erdunterstände zum Schutz der Werferbedienungen bei gegnerischem Minenbeschuß. Diese sind allesamt eingestürzt oder durch Hanggerölle verschüttet.
Fortsetzung folgt