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Zum Gedenken an Hans Morr

Sanitätsbunker Nr. 374 in Simonskall

Lage

Der Sanitätsbunker befindet sich inder Ortsmitte des Weilers Simonskall. Simonskall ist ein Ortstei von Hürtgenwald / Nordeifel. Der Bunker ist von einem neuzeitlich errichteten Wohnhaus (s. unten) überbaut und daher nicht ohne weiteres als solcher zu erkennen. Von der Strassenseite sind lediglich der Lüftungspanzer und der Eingang erkenntlich.

 

GPS-Daten

N50 40.028 E6 21.169

Roter Pfeil = Lage des Sanitätsbunkers in Simonskall

Geschichte

Bei dem Bunker handelt es sich um einen Regelbau 32 mit der Gebäudenummer 374. Er wurde im Rahmen des Westwall Limesprogramms im Jahr 1938, etwa 2 km hinter der östlichen Westwalllinie, errichtet.

Der Bunker wurde Erst- und auch Letzmalig von Herbst 1944 bis Februar 1945 bei den Kämpfen im Hürtgenwald zur Erstversorgung verwundeter Soldaten benutzt.

Eine sonst üblichen Sprengung nach dem Krieg durch die Alliierten unterblieb, da es sich um keinen Kampfstand handelte.

Entgegen anders lautender Aussagen war der Bunker nach Errichtung nicht mit einem Haus überbaut. Dies erfolgte erst in den 1950er Jahren. Dieses erste Haus wurde zwischenzeitlich wieder abgetragen und durch das weiter unten abgebildete im Jahr 2008 ersetzt. 

Das neue Einfamilienhaus über dem Bunker

Bunkerabmessungen

Die Aussenmaße des Gebäudes betragen 10,20 x 14,90 Meter. Decke und Aussenwände sind in der Stärke "B" ausgeführt, was 1,5 Meter entspricht.

Anlagenzweck

In dem Bunker konnten 20 verwundete Soldaten hinter der Westwallinie erstversorgt werden. Für Kampfgasopfer gab es einen separaten Krankenraum. Nach Herstellung der Transportfähigkeit war die Überführung der Versorgten in das Krankenhaus Euskirchen geplant. Die Behandlung von verletzten Personen war durch die dicken Betonwände und Gasdichtheit der Anlage auch während Beschuss gegeben.

Die Anlage ist nicht ohne weiteres als Solche zu erkennen.

Heutiger Zutand

Die Anlage ist in NRW die einzig erhaltene. Sie wird durch den Geschichtsverein Hürtgenwald e.V. betreut und ist sehr liebevoll und detailgetreu ausgestattet. Die folgenden Bilder zeigen den Zustand im März 2014.

Besichtiung

Der Bunker ist von März bis Ende November jeden ersten Samstag im Monat
von 14.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.
Für Gruppen nach ist die Besichtigung nach Absprache auch an anderen Tagen möglich.

 

Quellen

@ Infos im Bunkerinneren

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© Hans-Günther und Jürgen Morr